WotschWotsch ist nun zum Teil öffentlich erreichbar

Nach langen Diskussionen haben wir nun auch Urs „überzeugen“ können, dass unser Blog in Auszügen öffentlich zugänglich gemacht wird. Ab sofort werden also ausgewählte Artikel öffentlich un dohne Login erreichbar sein.

Gleichzeitig gehen wir wie jedes Jahr nun in die „Winterfrische“, die nächsten Beiträge gibt es also voraussichtlich erst ab Februar 2011.

Ebay gewinnt Rechtsstreit gegen L‘Oreal

Nach Auffassung des Generalanwalts des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) Niilo Jääskinen haftet der elektronische Marktplatz nicht generell für Verstöße seiner Kunden gegen Markenrechte.

Erst wenn Verstöße gemeldet würden und der Händler dies fortsetze, könne das Unternehmen dafür belangt werden, erklärte der Generalanwalt.

Siehe auch:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/EU-Generalanwalt-eBay-haftet-nicht-fuer-Verstoesse-von-Nutzern-gegen-das-Markenrecht-1150454.html

Mein Kommentar dazu:

Dieser Rechtsstreit schwelt ja schon seit Mai 2009 (siehe mein Beitrag im Archiv/alte Site).

Auch wenn es (noch) keine L’Oreal Uhren gibt, wird dieses Urteil auch negativen Einfluss auf den Uhrenmarkt (bei Ebay) haben.

Herr Jääskinen leistet dem seriösen Handel einen Bärendienst. Er befreit die einschlägigen Websites von der generellen Sorgfaltspflicht. Ebay muss nun erst nach Meldung aktiv werden.

Siehe auch die Meldung vom 01.12.2010.

Submariner 5510 James Bond für US$9.95 auf Ebay angeboten

Wieder mal was schönes zum Thema „Schnäppchen gibt es nicht“: Ein US-Arzt namens Bob kaufte das schöne Stück 1958 auf einer „Navy Exchange“ auf den Marshall Islands. Weil er mittlerweile mit dem Tauchen aufgehört hat, bot er die olle Zwiebel mal eben bei Ebay mit einem Startpreis von nur $9.59 an.

Leider stürzten sich die gierigen Schnäppchenjäger auf das Ding und letzendlich ging es für $66,100 über den (virtuellen) Tisch.

Link zum kompletten Artikel mit Interview des „überraschten“ Bob:
http://www.hodinkee.com/blog/2010/12/6/interview-the-man-behind-the-most-talked-about-ebay-listing.html

Dämmerschoppen bei Tiffany – Oberstes US-Gericht lehnt Revision im Rechtsstreit zwischen Tiffany und Ebay ab

Kompletter Artikel hier.

Den Ausgang dieses Streits haben wir ja bereits vorausgesehen, was der ganzen Sache ein wenig Würze gibt ist die Aussage der Ebay-Anwältin:

(Zitat)
Wir haben immer angenommen, dass es in diesem Fall nur darum geht, zu verhindern, dass echte Tiffany-Produkte online gekauft und verkauft werden.

Sollte sich das bewahrheiten so muss Tiffany sich unbequemen Fragen stellen. Insbesonders nach europäischem Recht sind solche Abschirmungen ja mehrfach verurteilt und mit hohen Strafen belegt worden.